Was sind Tomaten?
Tomaten gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind botanisch Beeren. In der Küche zählen sie zum Gemüse. Ihre Vielfalt reicht von kleinen Cherry- und Datteltomaten über klassische Rundtomaten bis zu großen Fleischtomaten. Je nach Sorte schmecken sie mild, fruchtig, süßlich oder etwas säuerlicher.
Sie lassen sich roh essen, braten, schmoren, backen oder zu Saucen verarbeiten. Dadurch sind sie sowohl für schnelle Salate als auch für warme Gerichte praktisch. Passierte Tomaten und Dosentomaten machen die Verwendung unabhängig von der Saison einfach.
Tomaten liefern bei hohem Wassergehalt wenig Energie und bringen Geschmack sowie einige Mikronährstoffe auf den Teller. Für eine ausgewogene Mahlzeit kombinierst du sie mit einer Proteinquelle, weiteren Gemüsearten und einer passenden Beilage.
Nährwerte pro 100 g Tomaten:
Die Angaben sind gerundete Orientierungswerte für rohe Tomaten ohne Zusätze. Sorte und Reifegrad können die Werte verändern. Bei gegarten Gerichten beeinflussen Wasserverlust, Öl und weitere Zutaten die Nährwerte deutlich.
| Nährwert | Menge |
| Kalorien | ca. 20 kcal |
| Eiweiß | ca. 0,9 g |
| Kohlenhydrate | ca. 3 g |
| Fett | ca. 0,2 g |
| Ballaststoffe | ca. 1,2 g |
Warum sind Tomaten interessant für deine Ernährung?
Tomaten vergrößern das Volumen eines Salats oder einer Gemüsepfanne, ohne viele Kalorien beizusteuern. Sie können dadurch helfen, eine Mahlzeit abwechslungsreicher und großzügiger zu gestalten. Ihre Ballaststoffmenge ist eher moderat; Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte ergänzen sie sinnvoll.
Sie enthalten nur wenig Eiweiß. Für eine proteinreiche Mahlzeit eignen sich beispielsweise Hüttenkäse, Eier, Hähnchen, Lachs oder Tofu als Ergänzung. Tomatensauce passt ebenso zu einer Linsenbolognese wie zu magerem Rinderhack.
Als Gemüsebeilage sind etwa 150 bis 250 Gramm pro Person eine praktische Orientierung. In Salaten oder einer Sauce können auch größere Mengen sinnvoll sein. Olivenöl, Feta und Pesto passen geschmacklich gut, erhöhen aber die Energie des fertigen Gerichts.
Gesundheitsaspekte von Tomaten
Tomaten liefern unter anderem Vitamin C, Kalium und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Vitamin C unterstützt beispielsweise die normale Funktion des Immunsystems und verbessert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Die enthaltene Menge hängt von Sorte, Reife und Lagerung ab.
Besonders bekannt ist Lycopin, ein Carotinoid, das vielen Tomaten ihre rote Farbe gibt. Es ist kein Vitamin und kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Forschung zu lycopinreichen Lebensmitteln ist interessant, rechtfertigt aber keine Garantie, dass Tomaten einzelne Krankheiten verhindern oder das Leben verlängern.
Tomaten sind ein sinnvoller Bestandteil einer gemüsereichen Ernährung. Die gesundheitlichen Vorteile hängen am gesamten Ernährungsstil, nicht an einem einzelnen vermeintlichen Superfood.
Rohe oder gekochte Tomaten
Beide Varianten haben ihren Platz. Rohe Tomaten bringen Frische und Vitamin C in Salate und Bowls. Langes Erhitzen kann den Gehalt hitzeempfindlicher Vitamine verringern, macht Tomaten aber nicht insgesamt wertlos.
Durch Zerkleinern und Erhitzen kann Lycopin aus der Pflanzenstruktur besser verfügbar werden. Etwas Fett in der Mahlzeit unterstützt die Aufnahme dieses fettlöslichen Stoffes. Dafür reicht eine normale kleine Zugabe, etwa Olivenöl; große Ölmengen sind nicht erforderlich.
Wechsle deshalb nach Geschmack zwischen Rohkost und gegarten Gerichten. Die Aussage, Tomaten seien nur roh gesund, greift ebenso zu kurz wie die Behauptung, gekochte Tomaten seien grundsätzlich überlegen.
Frische Tomaten und Tomatenprodukte
Frische, reife Tomaten eignen sich für Salate, Brotbeläge und Bowls. Für Saucen können Dosentomaten oder Passata eine praktische Alternative sein. Produkte aus reifen Tomaten passen ebenfalls in eine ausgewogene Ernährung.
Prüfe die Zutatenliste: Einfache Tomatenprodukte bestehen überwiegend aus Tomaten, gegebenenfalls mit Salz oder Kräutern. Fertigsaucen können zusätzlich Öl, Zucker und viel Salz enthalten. Sie sind damit nicht automatisch ungeeignet, haben aber andere Nährwerte als die reine Tomate.
Tomatenmark ist konzentriert; getrocknete Tomaten enthalten deutlich weniger Wasser. Ihre Werte pro 100 Gramm liegen deshalb höher als bei frischer Ware. Bei in Öl eingelegten Tomaten kommt das Öl hinzu. Die Tabelle dieses Beitrags gilt nicht unverändert für solche Produkte.
Für wen sind Tomaten geeignet?
Beim Abnehmen können Tomaten eine kalorienarme Gemüsegrundlage sein. Eine selbst zubereitete Tomatensauce mit Gemüse und einer Proteinquelle ist eine praktische Möglichkeit. Entscheidend bleibt, wie viel Öl, Käse und andere energiereiche Zutaten dazugehören.
Für Krafttraining und Muskelaufbau ergänzen sie Reis-, Pasta- und Kartoffelgerichte. Das Protein liefern dabei die weiteren Zutaten. In vegetarischen und veganen Gerichten passen Tomaten gut zu Linsen, Bohnen und Kichererbsen.
Tomaten sind von Natur aus gluten- und laktosefrei. Manche Menschen vertragen sie wegen ihrer Säure, einer Allergie oder anderer individueller Empfindlichkeiten nicht gut. Bei wiederkehrenden Beschwerden ist eine gezielte Abklärung sinnvoller als ein pauschaler Verzicht auf alle Nachtschattengewächse.
Einkauf und Lagerung
Wähle ausgereifte Früchte ohne Schimmel, tiefe Risse oder matschige Stellen. Ein kräftiger Duft kann bei der Auswahl helfen; die Farbe allein sagt wenig über den Geschmack aus. Auch gelbe oder ausgereift grüne Sorten können normal und genussreif sein.
Ganze Tomaten lagerst du möglichst luftig, schattig und nicht zu warm. Ein kühler Platz außerhalb des Kühlschranks erhält das Aroma meist besser. Bei großer Sommerhitze kann eine kurze Kühllagerung sinnvoll sein. Nimm sie vor dem Essen heraus, damit sie wieder etwas temperieren können.
Angeschnittene Tomaten und geöffnete Passata gehören abgedeckt in den Kühlschrank und sollten zügig verbraucht werden. Beachte die Hinweise auf der Verpackung. Fertige Saucen rasch abkühlen und portionsweise einfrieren, wenn du sie länger aufbewahren möchtest.
Tomaten geben das Reifegas Ethylen ab. Lagere empfindliches Gemüse deshalb möglichst nicht direkt daneben. Frische Tomaten werden nach dem Einfrieren weich; für eine spätere Sauce kann das funktionieren, für knackige Rohkost eher nicht.
Zubereitung und Tipps
Wasche Tomaten vor der Verwendung und entferne den festen Stielansatz nach Geschmack. Die Schale und Kerne können bei reifen Früchten mitgegessen werden. Für eine besonders glatte Suppe kannst du die Tomaten kurz blanchieren und häuten.
Für eine einfache Sauce Zwiebel und Knoblauch in wenig Olivenöl anschwitzen, Tomaten zugeben und nach gewünschter Konsistenz einkochen. Kräuter, Pfeffer und etwas Salz reichen oft aus. Mit Linsen oder Rindertatar wird daraus eine gehaltvollere Pastasauce.
Im Airfryer lassen sich kleine Tomaten oder Tomatenhälften mit wenig Öl und Kräutern rösten. Prüfe bei etwa 180 Grad nach ungefähr 8 bis 12 Minuten, wie weich und gebräunt sie sind. Größe, Gerät und Füllmenge verändern die Zeit; heiße Tomaten können beim Anschneiden spritzen.
Tomaten harmonieren mit Basilikum, Oregano, Petersilie, Knoblauch, Feta und Olivenöl. In einer Bowl bringen sie Frische zu Hähnchen, Tofu und Reis. Für Meal Prep ist es oft praktisch, rohe Tomaten und Dressing bis zum Servieren getrennt aufzubewahren.
Häufige Fragen zu Tomaten
Sind Tomaten Obst oder Gemüse?
Botanisch sind sie Früchte, genauer Beeren. In der Küche werden sie aufgrund ihrer Verwendung zum Gemüse gezählt.
Darf man grüne Tomaten essen?
Unreife Tomaten enthalten mehr Tomatin und sollten nicht als normale Rohkost in größeren Mengen gegessen werden, besonders nicht von kleinen Kindern. Ausgereift grüne Sorten sind davon zu unterscheiden.
Muss man den grünen Stielansatz entfernen?
Bei reifen Tomaten ist er nach aktueller BZfE-Einordnung aus gesundheitlicher Sicht nicht zwingend zu entfernen. Er ist aber zäh und geschmacklich wenig attraktiv.
Sind Dosentomaten eine gute Alternative?
Ja. Für warme Gerichte sind sie praktisch. Achte auf die Zutatenliste und berücksichtige gegebenenfalls zugesetztes Salz oder andere Zutaten.
Sind Tomaten gut zum Abnehmen?
Sie können gut passen, weil sie selbst wenig Energie liefern. Sie verbrennen aber kein Fett; die gesamte Ernährung und Energiebilanz sind entscheidend.
Müssen Tomaten in den Kühlschrank?
Ganze Früchte meist nicht, wenn ein geeigneter kühler Lagerplatz vorhanden ist. Angeschnittene Tomaten und geöffnete Tomatenprodukte sollten dagegen gekühlt werden.
Passende Rezepte mit Tomaten
Tomaten passen in Salate, Shakshuka, Suppen, Gemüseaufläufe und Bolognese. Mit Hüttenkäse und Kräutern entsteht eine schnelle proteinreiche Beilage; mit Kichererbsen und Feta ein sättigender Salat.
Für Alleszählt bieten sich außerdem eine Tomaten-Linsen-Sauce zu Vollkornnudeln oder geröstete Tomaten als Gemüsekomponente einer Airfryer-Bowl an. Zusammen mit Auberginen, Zucchini und einer Proteinquelle entsteht ein vielseitiges mediterranes Gericht.