Was sind Auberginen?
Auberginen gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind botanisch Beeren. In der Küche werden sie als Gemüse verwendet. Am bekanntesten sind längliche Früchte mit dunkelvioletter Schale; es gibt aber auch runde, weiße und gestreifte Sorten. Ihr mildes Fruchtfleisch nimmt Gewürze und Saucen gut auf.
Beim Garen verändert sich die zunächst schwammige Struktur: Das Fruchtfleisch wird weich und cremig. Deshalb passen Auberginen besonders gut in mediterrane Aufläufe, Currys und Gemüsegerichte. Auch im Airfryer lassen sie sich als Würfel, Scheiben oder gefüllte Hälften zubereiten.
Für eine kalorienbewusste Ernährung ist ihr hoher Wassergehalt interessant. Auberginen selbst liefern wenig Energie; wie energiereich das fertige Gericht wird, hängt vor allem von Öl, Käse und Sauce ab. Zusammen mit einer Proteinquelle und einer passenden Beilage entsteht eine ausgewogene Mahlzeit.
Nährwerte pro 100 g Auberginen:
Die Angaben sind gerundete Orientierungswerte für rohe Auberginen ohne Zusätze. Sorte und Reifegrad können die Werte verändern. Bei gegarten Gerichten beeinflussen Wasserverlust, Öl und weitere Zutaten die Nährwerte deutlich.
| Nährwert | Menge |
| Kalorien | ca. 20 kcal |
| Eiweiß | ca. 1 g |
| Kohlenhydrate | ca. 2,5 g |
| Fett | ca. 0,2 g |
| Ballaststoffe | ca. 3 g |
Warum sind Auberginen interessant für deine Ernährung?
Auberginen bringen viel Gemüsevolumen auf den Teller, ohne selbst viele Kalorien beizusteuern. Eine Portion kann dadurch helfen, ein Gericht großzügiger zu gestalten. Die enthaltenen Ballaststoffe ergänzen die tägliche Versorgung und können zur Sättigung beitragen.
Sie sind allerdings keine nennenswerte Proteinquelle. Für eine sportorientierte Ernährung kombinierst du sie beispielsweise mit Hähnchen, Rindertatar, Tofu, roten Linsen oder Kichererbsen. Feta oder Hüttenkäse passen ebenfalls gut dazu.
Eine Gemüseportion von etwa 150 bis 250 Gramm pro Person ist eine praktische Orientierung. Bei einem Hauptgericht mit Auberginen darf es auch mehr sein. Wie lange eine Mahlzeit satt hält, hängt nicht nur vom Gemüse ab, sondern auch von Protein, Beilagen und Gesamtmenge.
Gesundheitsaspekte von Auberginen
Neben Ballaststoffen liefern Auberginen unter anderem Kalium und kleinere Mengen verschiedener Vitamine. Sie sind eine sinnvolle Ergänzung eines abwechslungsreichen Speiseplans, aber kein außergewöhnlich konzentriertes Vitaminlebensmittel.
Die violette Schale enthält Anthocyane, also sekundäre Pflanzenstoffe, die auch in anderen dunkel gefärbten Lebensmitteln vorkommen. Du kannst die Schale bei gewaschenen, einwandfreien Früchten mitessen. Daraus lässt sich jedoch keine spezielle Schutzwirkung gegen Krankheiten oder ein garantierter Longevity-Effekt ableiten.
Wie bei anderem Gemüse kommt es auf die regelmäßige Vielfalt an. Auberginen ersetzen weder andere Gemüsesorten noch eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß und gesunden Fetten.
Kann man Auberginen roh essen?
Reife Auberginen sind nach aktueller Einordnung des Bundeszentrums für Ernährung nicht grundsätzlich giftig – auch nicht roh. In der Küche schmecken sie gegart aber meist deutlich besser, weil das Fruchtfleisch weich wird und die Aromen sich entwickeln.
Unreife Früchte können höhere Mengen natürlicher Glykoalkaloide enthalten. Verwende deshalb reife, einwandfreie Auberginen und entferne den Strunk. Ungewöhnlich stark bitter schmeckende Früchte solltest du nicht essen. Besonders für kleine Kinder sind unreife Auberginen keine geeignete Rohkost.
Garen ist keine zuverlässige Methode, um diese Pflanzenstoffe unschädlich zu machen. Die pauschale Aussage, rohe Auberginen seien immer giftig und würden erst durch Hitze sicher, ist deshalb nicht zutreffend.
Für wen sind Auberginen geeignet?
Beim Abnehmen können sie eine praktische Gemüsekomponente sein. Besonders gut passt eine Zubereitung mit abgemessenem Öl und einer sättigenden Proteinquelle. Eine stark frittierte Aubergine hat trotz des kalorienarmen Ausgangsprodukts deutlich mehr Energie.
Für Muskelaufbau und Krafttraining ergänzen Auberginen proteinreiche Gerichte. Reis, Vollkornnudeln oder Kartoffeln liefern dazu Kohlenhydrate. Das Gemüse selbst ist weder ein Muskelaufbau-Lebensmittel noch eine vollständige Mahlzeit.
Auberginen passen in vegetarische, vegane und kohlenhydratreduzierte Gerichte. Von Natur aus sind sie gluten- und laktosefrei; bei Panaden und Saucen müssen die weiteren Zutaten berücksichtigt werden. Bei empfindlicher Verdauung kannst du zunächst eine kleinere, gut gegarte Portion ausprobieren.
Einkauf und Lagerung
Wähle feste Früchte mit glatter, glänzender Schale und möglichst frischem Strunk. Sie sollten keine tiefen Druckstellen, schimmeligen Stellen oder stark schrumpelige Haut haben. Unterschiedliche Schalenfarben gehören zur Sortenvielfalt und sind nicht automatisch ein Qualitätsmangel.
Auberginen sind kälteempfindlich. Ein kühler Vorratsraum eignet sich besser als eine längere Lagerung im kalten Kühlschrank. Kaufe möglichst bedarfsgerecht und verarbeite die Früchte innerhalb weniger Tage. Lagere sie nicht direkt neben stark nachreifendem Obst.
Angeschnittene Auberginen solltest du abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und zeitnah verwenden. Gegarte Reste rasch abkühlen, gekühlt lagern und bald verbrauchen. Zum Einfrieren eignen sich vorgegarte Würfel oder fertige Gerichte besser als rohe Früchte.
Zubereitung und Tipps
Wasche die Aubergine und entferne den Strunk. Die Schale kann dranbleiben. Für Pfannen und Bowls eignen sich gleichmäßige Würfel; für Aufläufe und Grillgerichte sind Scheiben praktisch. Gefüllte Hälften werden am besten so gegart, dass das Fruchtfleisch vollständig weich ist.
Salzen vor dem Garen ist bei heutigen milden Sorten nicht zwingend nötig. Es kann die Struktur verändern und beim Braten die Fettaufnahme begrenzen. Lasse gesalzene Scheiben kurz stehen, tupfe sie ab und berücksichtige das Salz beim späteren Würzen.
Auberginen nehmen beim Braten leicht Öl auf. Statt mehrfach nachzugießen, lohnt es sich, eine kleine Menge gleichmäßig aufzupinseln oder mit den Würfeln zu vermischen. Schon 10 Gramm Öl liefern rund 90 Kilokalorien zusätzlich – unabhängig davon, welches Gemüse du zubereitest.
Im Airfryer kannst du etwa zwei Zentimeter große Würfel mit wenig Öl bei ungefähr 180 Grad garen. Nach rund 12 bis 18 Minuten sind sie häufig weich und leicht gebräunt; kontrolliere früher und passe die Zeit an Gerät und Füllmenge an. Zwischendurch schütteln und den Korb nicht überladen.
Knoblauch, Paprika, Kreuzkümmel, Chili und mediterrane Kräuter passen gut dazu. Tomaten, Zitronensaft oder ein Joghurt-Kräuter-Dip bringen Frische. In gefüllten Auberginen harmonieren Linsen, mageres Hack oder Kichererbsen mit etwas Feta.
Häufige Fragen zu Auberginen
Muss man Auberginen schälen?
Nein. Die gewaschene Schale ist essbar. Bei einer sehr festen Schale oder für einen besonders feinen Dip kannst du sie nach dem Garen entfernen.
Muss man Auberginen vor dem Garen salzen?
Nein. Bei modernen milden Sorten ist das optional. Es kann für die gewünschte Konsistenz und die Fettaufnahme beim Braten hilfreich sein.
Warum werden Auberginen beim Braten fettig?
Das schwammige Fruchtfleisch nimmt Öl leicht auf. Eine abgemessene Ölmenge und Garen im Ofen oder Airfryer helfen, die Zugabe zu kontrollieren.
Sind Auberginen gut zum Abnehmen?
Sie können gut passen, weil sie selbst kalorienarm sind. Entscheidend bleiben das fertige Gericht, die Portionsgröße und die gesamte Energiezufuhr.
Kann man Auberginen einfrieren?
Ja, am besten vorgegart oder als fertiges Gericht. Die Konsistenz verändert sich beim Auftauen; für Currys, Saucen und Aufläufe ist das meist unproblematisch.
Passende Rezepte mit Auberginen
Auberginen passen in Ratatouille, Gemüse-Currys, Tomatenaufläufe und mediterrane Bowls. Ein Auberginen-Linsen-Gericht mit Tomatensauce ist eine pflanzliche Variante; gefüllte Auberginen mit Rindertatar und Feta liefern mehr Protein.
Für deine Küche bei Alleszählt bieten sich außerdem Auberginenwürfel aus dem Airfryer mit Hähnchen oder Tofu und Reis an. Ein Skyr-Kräuter-Dip oder etwas Hüttenkäse ergänzt das Gericht. Diese Kombinationen sind Rezeptideen, die du nach Geschmack weiterentwickeln kannst.